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Rede Peres

Rede von Schimon Peres vor dem Deutschen Bundestag ist ein historisches Ereignis

Initiative fordert würdige Grabstätten für Holocaust-Opfer in Osteuropa

 Das American Jewish Committee (AJC) sieht in der Rede des israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres bei der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus ein historisches Ereignis.

Deidre Berger, Direktorin des Berliner AJC-Büros: "Die Rede von Schimon Peres 65 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz unterstreicht die gegenseitige Verbundenheit und Verantwortung, die heute die deutsch-israelischen Beziehungen auszeichnet."

Angesichts dieser begrüßenswerten Entwicklung warnt das AJC zugleich davor, die Ereignisse des Holocaust als Teil eines abgeschlossenen Kapitels der Geschichte zu behandeln. „Denn es geht nicht nur um damalige, sondern auch um heutige Gefahren für jüdische Menschen, zum Beispiel durch die Vernichtungsandrohung durch den Iran", betont Deidre Berger.

Wie wenig abgeschlossen die Ereignisse des Holocaust sind, zeigt sich auch daran, dass eine erhebliche Anzahl von den ermordeten Opfern des Nationalsozialismus noch immer keine würdige Grabstätte erhalten hat. In den Ländern Osteuropas, vor allem in der Ukraine, befinden sich immer noch hunderte von ungeschützten und nicht lokalisierten Massengräbern mit über einer Million Ermordeten.

Deidre Berger: "Jetzt ist es Zeit, auch die vergessenen Massengräber des Holocaust als würdige Grabstätten zu schützen. Jede Kennzeichnung eines Massengrabes ist dabei zugleich ein Instrument gegen das Leugnen des Holocaust."

Das American Jewish Committee hat daher zusammen mit anderen Organisationen eine Initiative ins Leben gerufen, die sich für die Konservierung und bauliche Umwandlung dieser Massengräber in würdige Grabstätten einsetzt.



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