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AJC begrüßt Initiative von Berliner SPD-Jugend gegen das iranische Atomwaffenprogramm

March 28, 2012 – Berlin – In einer jüngst verabschiedeten Resolution erklären die Jusos Berlin ihre Solidarität mit Israel. Sollten keine diplomatischen Mittel mehr zum Erfolg führen, um die atomare Bewaffnung des Iran zu verhindern, dann bedeute „Solidarität mit Israel ggf. auch die Unterstützung einer gezielten Militäraktion gegen das iranische Atomwaffenprogramm.“

„Es ist ein mutiges Zeichen, dass sich junge Sozialdemokraten so energisch für die Sicherheit Israels einsetzen. Die nukleare Aufrüstung des Iran stellt momentan die größte Bedrohung für Israel dar. Wer einen Angriff auf iranische Atomanlagen verhindern will, der muss den diplomatischen Druck auf den Iran erhöhen. Dies umfasst sowohl die Eindämmung illegalen Handels mit dem Iran, als auch die Ausweitung der Sanktionen“, so Deidre Berger, Direktorin des American Jewish Committee.

Wie in der Financial Times Deutschland vom 27.03. berichtet wurde, halten die bestehenden Handelssanktionen die deutsche Wirtschaft nicht davon ab, nach wie vor der größte europäische Exporteur in den Iran zu sein mit 3,1 Milliarden Euro im Jahr 2011.

„Um eine militärische Auseinandersetzung zu verhindern, müssen sämtliche Optionen auf dem Tisch bleiben. Es liegt beim iranischen Regime, alle Zweifel an ihrem Nuklearprogramm auszuräumen“, so Berger weiter.

Die Jusos sprechen sich in ihrer Resolution zugleich auch für eine Stärkung des deutsch-israelischen Verhältnisses aus. Eine einseitige Verurteilung der israelischen Politik, wie nach dem Einsatz gegen die sogenannte Gaza-Hilfsflotille 2009 geschehen, wird kritisiert. „Die SPD hat sich immer hinter das israelische Existenzrecht gestellt. Wir hoffen auf mehr deutlichere Worte, um das Ansehen Israels in Deutschland zu verbessern“, erklärte Berger abschließend. 
 

AJC bedauert jüngste Äusserungen des SPD Vorsitzenden Sigmar Gabriel zu Israel
March 24, 2012 – Berlin – Das American Jewish Committee bedauert Sigmar Gabriels Äußerung im Rahmen seines Besuchs in Hebron, wonach Israel ein Apartheids-Regime sei. Gabriel erklärte ferner die israelische Siedlungspolitik zum eigentlichen Hindernis  im Friedensprozess.

„Der Vergleich Israels mit einem Apartheid-Regime ist eine unhaltbare historische Verzerrung. Israel wird durch solcherlei Gleichsetzungen delegitimiert“, so  Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin. „Wer angesichts der jüngsten massiven Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen auf Israel die Palästinenser aus der Verantwortung für Terrorismus, Repression und Menschenrechtsverletzungen nimmt, bringt den Friedensprozess nicht voran.“

Herr Gabriels anschließende Rechtfertigung ist ein positiver aber unzureichender Schritt solange er sich nicht bereit erklärt, palästinensische Aggression gegenüber Israel zu verurteilen. Der Terrorismus, dem Israel auch während Gabriels Besuch ausgesetzt war, wurde von der palästinensischen Führung nicht kommentiert. „Den hunderttausenden Familien in Israels Süden, die seit fast zehn Jahren unter der ständigen Angst vor Raketenangriffen leben, Solidarität auszusprechen wäre ein willkommenes Signal von einem deutschen Politiker gewesen,“ so Berger. 

Vor diesem Hintergrund ist es besonders problematisch, dass der Parteivorsitzende der SPD die von EU und USA auf der Terrorliste geführte radikal-islamistische Hamas mit einem Gesprächsangebot aufwertet und sie damit in ihrem Handeln ermutigt.

„Die Gleichsetzung einer Demokratie, die Minderheitsrechte garantiert, mit einem  rassistisch-repressiven Regime, schürt Feindschaft gegenüber Deutschlands engstem Verbündeten im Mittleren Osten“, fügte Berger hinzu.

„Ausgerechnet in einer Zeit des großen Umbruchs in der Region ist es fatal, Israel zum Sündenbock zu machen. Der einzige Weg,  den Friedensprozess voranzubringen besteht darin, die Palästinenser an den Verhandlungstisch zurückzubringen.“

 
German Military Visits Israel with AJC

March 15, 2012 – Berlin – A group of German military officers this month visited Israel with AJC. The program is part of AJC’s ongoing partnership with the German armed forces (Bundeswehr).

 

“It was without reservation an interesting, illuminating and very informative visit,” said Oberst Karl Trautvetter, Head of International Cooperation at the Armed Forces’ Center for Leadership Development and Civic Education in Strausberg, who led the German delegation. “It is imperative that the extraordinarily successful cooperation of the Bundeswehr with AJC continues.”

 

The German officers, who serve as educators at leadership academies, visited Jerusalem, Tel Aviv, an Israeli community near Gaza and the Golan Heights. They learned about Israel’s strategic concerns, the make-up of Israeli society, and the impact of the Holocaust.

 

“Visiting Yad Vashem in uniform was a deeply meaningful experience both for them as German military personnel and for us as Jewish friends of today's Germany,” said Ed Rettig, director of AJC’s Jerusalem Office.

 

It was the second AJC-Bundeswehr visit to Israel since a 2009 agreement to foster understanding of modern-day Jewish life was signed by then-German Defense Minister Karl-Theodore zu Guttenberg and AJC Executive Director David Harris.

 

“The long-time cooperation between AJC and the German Armed Forces, including seminars on site in Israel, helps amplify the understanding of common security threats,” said Lena Altman of AJC Berlin, who accompanied the delegation.

 

AJC and the Bundeswehr established a cooperative partnership in 1994 that has evolved into a model relationship of ongoing education and dialogue, and of cooperation in humanitarian projects.

AJC und ODHIR initiieren deutsch-polnischen Best-Practice in der Bekämpfung von Hate Crimes
February 29, 2012 – Berlin – In Anbetracht der jüngsten Enthüllungen rechtsextremen Terrors in Deutschland, sowie den ansteigenden Vorfällen von Hassgewalt in europäischen Fußballstadien, haben sich polnische und deutsche Polizeikräfte auf Initiative des American Jewish Committee/ Berlin Ramer Institute und dem Office for Democratic Institutions and Human Rights (ODIHR) der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zum Austausch von Best-practice Beispielen im Umgang mit Hate Crimes getroffen. Allein die polnische Polizei hat in Vorbereitung auf die Fußball Europameisterschaft 38.000 Polizeibeamte trainiert, Hassverbrechen stärker als bisher als solche zu erkennen und polizeilich zu ahnden.

“Die Auswirkungen von Hass-motivierter Gewalt auf die Opfer und ihre Angehörigen sind verheerend“, so Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin. „Die Ausgrenzung von Mitgliedern der Gesellschaft auf Basis von Ethnie, Religion, Geschlecht und politischer Weltanschauung verletzen grundlegende demokratische Prinzipien. Hassverbrechen dürfen von der Gesellschaft nicht unbeantwortet bleiben.“
  

Beim Seminar riefen die deutschen und polnischen Polizeiausbilder dazu auf, der Verhinderung von Hassverbrechen einen höheren Stellenwert zu geben. Bisherige Trainingsprogramme müssen verbessert und ausgeweitet werden.

Neben Vertretern des polnischen Innenministeriums konnten AJC und ODIHR u.a. auch Repräsentanten der Bundespolizeiakademie, der Fachhochschule der Polizei Brandenburg, sowie der Abteilung für politische Bildung von der Berliner Polizei begrüßen. Michael Whine vom Community Security Trust in London berichtete über die erfolgreiche Zusammenarbeit von Polizei, Zivilgesellschaft, sowie religiösen und ethnischen Communities. Die Leiterin der Abteilung für Toleranz und Antidiskriminierung bei ODIHR berichtete von deren umfangreichem Trainingsprogramm zur Bekämpfung von Hate Crimes in verschiedenen OSCE-Staaten, wie Polen und Kroatien.

Zu den vorgestellten Best-Practice Beispielen gehören u.a. ein Handbuch zur besseren Erkennung von Hate Crimes für polnische Polizeikräfte von der Initiative „Never Again“ aus Warschau, Gedenkstättenfahrten der deutschen Polizei, sowie onlinebasierte und damit einfachere Anzeigemöglichkeiten von Hate Crimes in Großbritannien.

“Das Interesse an einem überregionalen und internationalen Austausch war enorm”, so Berger. „Wir hoffen darauf, dass dieses Seminar die polizeiliche Arbeit gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung weiter voranbringt“.

AJC fordert bundesweiten Aktionsplan zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Anti-Semitismus
February 24, 2012 – Berlin – Das American Jewish Committee Berlin ruft die deutsche Bundesregierung und den Bundestag dazu auf, einen auf nationaler Ebene koordinierten Aktionsplan zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und Antisemitismus ins Leben zu rufen.

„Die beeindruckende Zeremonie zum Gedenken an die zehn Opfer rechtsextremistischer Straftaten, bei der sich Bundeskanzlerin Merkel bei den Angehörigen der von Neonazis ermordeten Menschen für falsche Verdächtigungen von Ermittlern entschuldigte, war ein wichtiger Anfang, den Opfern und ihren Familien ihre Würde zurückzugeben“, sagte Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin Office Ramer Institute for German-Jewish Relations. „ Jetzt müssen wir uns dem Kampf gegen Hassverbrechen jeglicher Art mit konkreten Schritten widmen.“ Berger schlug unter anderem ein bundesweites Programm zur Sensibilisierung der deutschen Justizbehörden bezüglich Hassverbrechen vor, sowie eine stärkere Sensibilisierung der Öffentlichkeit in allen Bereichen des öffentlichen Leben

„Werden Minderheiten bedroht, so leidet die Demokratie“, so Berger, die ihrer Hoffnung Ausdruck gab, dass die Gedenkzeremonie einen Wendepunkt im Kampf gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus darstellt. Berger fügte hinzu, dass „die deutsche Gesellschaft dringend alle Erscheinungsformen von Rechtsextremismus und Antisemitismus in allen Teilen der Gesellschaft mit Nachdruck angehen muss.“ Wie auch der kürzlich erschienene Bericht der unabhängigen Expertenkommission des Bundestages zum Antisemitismus deutlich mache sei der Antisemitismus bis in die Mitte der deutschen Gesellschaft verbreitet.

Vor dem Hintergrund der mangelnden Koordination zwischen deutschen Behörden, die eine Aufdeckung der gewalttätigen, rechtsextremistischen Zwickauer Zelle verhinderte, forderte Berger eine umfassende Strategie, um die Gefahr, die von rechtsextremistischen und antisemitisch gesinnten Gruppierungen ausgeht, einzudämmen.

Die Eckpfeiler eines solchen nationalen Aktionsplans könnten die folgenden Elemente darstellen:

-          Erstellung eines Handbuches für Polizei und Justiz, das Hassverbrechen definiert und so die Identifizierung solcher Delikte erleichtert.

-          Informationen von Nichtregierungsorganisationen zu Hassverbrechen berücksichtigen, um Diskrepanzen zwischen erhältlichen Statistiken gering zu halten.

-          Die Schaffung eines einheitlichen Standards für die Polizei zur Identifizierung von Hassverbrechen unter Berücksichtigung existierender Beispiele wie der ‚Working Definition on Anti-Semitism‘

-          Durchführung weitreichender Weiterbildungsprogramme für Sicherheitsbehörden, um sie bei der Erkennung von Hassverbrechen zu unterstützen.

-          Gewährleistung einer engeren Kooperation zwischen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Stellen, die Extremismus und Antisemitismus bekämpfen.

-          Längerfristige finanzielle Förderung von Zivilorganisationen, die zu den Themen Rechtsextremismus und Antisemitismus weiterbilden.

-          Politische Weiterbildung an Schulen und in Jugendorganisationen.

AJC besorgt über die Verleihung des Deutschen Medienpreises an Pastor Mitri Raheb
February 17, 2012 – Berlin – Heute hat sich das American Jewish Committee besorgt über die Verleihung des Deutschen Medienpreises an Dr. Mitri Raheb, einen palästinensischen Pastor und Gründer der Begegnungskirche in Bethlehem, geäußert.

Herr Raheb wird „als leiser Friedensstifter“ dafür geehrt, dass er „Orte der Begegnung, des Austausches und des Dialogs in Bethlehem, der biblischen Stadt...“ geschaffen hat.  Der Preis würdigt sein Wirken als Alternative zu Gewalt und Radikalisierung. Die Laudatio auf den Preisträger soll Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Roman Herzog halten.

Doch Deidre Berger, Direktorin des American Jewish Committee Berlin, weist auf eine andere Seite des Pastors hin. „Dr. Raheb ist für seine radikale Theologie bekannt, die rassistische und zum Teil anti-Semitische Züge aufweist. Er entzieht Israel seine Legitimität als jüdischen Staat. Dadurch negiert er auch einen der wichtigsten Grundpfeiler der deutschen Außenpolitik -- nämlich die Anerkennung des Existenzrechts des Staates Israel.“ So behauptet Pastor Raheb zum Beispiel, dass es DNA-Gemeinsamkeiten von heutigen arabischen Palästinensern zu König David und Jesus gibt. Gleichzeitig meint er erkannt zu haben, dass der gegenwärtige israelische Ministerpräsident keine DNA-Übereinstimmungen mit König David oder Jesus hat. Hinzu kommt, dass Dr. Raheb antisemitische Stereotype wiederbelebt. Jesus sei kein Jude gewesen und Israel sei in den biblischen Verheißungen Gottes durch Palästina zu ersetzen.

In einem Brief an Prof. Dr. Herzog forderte AJC Direktorin Deidre Berger den Altbundespräsidenten dazu auf, klare Zeichen gegen Antisemitismus und der Diffamierung des Staates Israel zu setzen.

„In einer Zeit, in der interreligiöse Zusammenarbeit eine immer wichtigere Rolle spielt, appellieren wir an die Stifter dieses Preises sich unmissverständlich von den anti-israelischen und antisemitischen Äußerungen Pastor Rahebs zu distanzieren“, so Berger. Die Preisverleihung würde andernfalls den eigentlichen, friedensstiftenden Zweck des Medienpreises untergraben.

AJC fordert die Bundesregierung auf, die Ergebnisse der Expertenkommission zu Antisemitismus zügig umzusetzen
January 24, 2012 – Berlin – AJC zeigt sich besorgt darüber, dass laut der unabhängigen Expertenkommission des Bundestages rund 15-20% der Deutschen antisemitische oder latent antisemitische Einstellungen zeigen. "Deutschland muss dringend alle antisemitischen Erscheinungsformen und den latentem Antisemitismus im gesamten politischen Spektrum bekämpfen und mit Nachdruck angehen“, so Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin Ramer Institute for German-Jewish Relations.

Zwar sind Rechtsextremisten für die Mehrzahl antisemitischer Straftaten und Propagandadelikte verantwortlich, aber darüber hinaus ist der Antisemitismus in Deutschland bis in die Mitte der Gesellschaft verbreitet. Der Bericht weist auch auf anti-Semitische Einstellungen unter Minderheiten in Deutschland hin.

"Wir hoffen, dass sowohl die Bundesregierung als auch die Landesregierungen den guten und breit gefächerten Handlungsempfehlungen der Expertenkommission nachkommen. Umfassende Strategien sind notwendig, damit im öffentlichen Leben den Stereotypen und Vorurteilen Juden gegenüber entgegengewirkt werden kann“, so Berger. Der Bericht lobt die von AJC Berlin gesponserte "Task Force: Education on Anti-Semitism"  für ihre "bedeutende Rolle in der Zusammenführung eines bundesweite Netzwerkverbunds der wichtigsten NGOs, die zum Thema Antisemitismus arbeiten."

Berger drängt den Deutschen Bundestag dazu, in besonderer Weise darauf zu achten, dass die Empfehlungen des Berichts implementiert werden. "In Großbritannien arbeiten Abgeordnete, Regierung und Zivilgesellschaft gemeinsam an wirksamen Initiativen im Kampf gegen den Antisemitismus. Dies führt dazu, dass Ressourcen besser verteilt und wirksam koordiniert werden“, führte Berger aus.

Die Autoren des Berichts fordern dringend, neue Studien anzustellen die uns helfen, Formen von anti-Semitismus in der Gesellschaft besser zu verstehen und auch anti-Semitische Einstellungen in der Einwanderungsgesellschaft genauer zu erforschen. „Der Kampf gegen den Antisemitismus erfordert eine langfristige Strategie. Dazu gehören Grundlagenforschung, Lehrerausbildung, Youth Leadership-Programme, verbesserte Lehrmaterialien und eine stärkere Sensibilisierung der Öffentlichkeit in allen Bereichen des öffentlichen Lebens", so Deidre Berger. Sie forderte die Bundesregierung auf, Programme langfristiger und breiter angelegt zu unterstützen statt Modellvorhaben zu finanzieren.

Besonders alarmiert zeigte sich Berger über die Warnung der Expertenkommission, nach der Antisemitismus ein besonderes Problem an deutschen Schulen darstellt. Sie appellierte an die Bundesregierung und die Landesregierungen, das Verständnis für den jüdischen Beitrag zur Geschichte zu stärken, um antisemitische Stereotype zu bekämpfen und der einseitigen Wahrnehmung von Juden als Opfern etwas entgegenzusetzen. Zudem äußerte sich Berger besorgt über Berichte, nach denen deutsche Schulbücher problematische und negative Darstellungen zum Staat Israel enthalten. Um ein vielseitigeres Bild jüdischer Geschichte, Ethik und Religion in deutschen Rahmenlehrplänen zu integrieren und für junge Menschen sichtbar zu machen, gründete AJC Berlin 2011 den „Jewish Educators Circle“.

"Auch wenn der Antisemitismus gewiss nicht ganz auszurotten ist, so können verstärkte Anstrengungen doch dazu führen, ein ausgewogeneres Bild von Juden und dem Judentum in der deutschen Gesellschaft zu verankern", so Deidre Berger abschließend.

Anti-Nazi Proteste in Magdeburg: AJC kritisiert Auftritt von Teilnehmern als KZ-Häftlinge

 

January 16, 2012 – Berlin – Das American Jewish Committee verurteilt den mittlerweile alljährlichen Versuch von Neonazis, den Jahrestag des alliierten Bombardements auf die Stadt Magdeburg für ihre menschenverachtenden Zwecke zu missbrauchen. Dazu Deidre Berger, Direktorin des Berliner Büros des American Jewish Committee: „Magdeburg konnte in den letzten Jahren fast ungestört zum Aufmarschort von Neonazis werden. Das AJC begrüßt daher den demokratischen Gegenprotest von bis zu 10.000 Menschen am gestrigen Sonntag. Die zivilgesellschaftlichen Proteste in Magdeburg sind auch angesichts des Bekanntwerdens neonazistischen Terrors ein ermutigendes Zeichen gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus in Deutschland."

Berger zeigte sich dennoch irritiert über die Inszenierung einer Gruppe von jungen Gegendemonstranten als KZ-Häftlinge, welche mit Hilfe ihrer Aktionsform an die NS-Verbrechen „erinnern" wollten: „Wenn sich junge Deutsche als Opfer des Nationalsozialismus darstellen, ist das keine angemessene Form des Gedenkens, sondern Geschichtsrelativierung, die auf das Schärfste zurückgewiesen werden muss. Wir fordern die Veranstalter des Gegenprotestes auf, sich von dieser Geschichtsverfremdung zu distanzieren."

AJC trauert um Vaclav Havel

December 19, 2012 – Berlin – Das American Jewish Committee (AJC) trauert um Vaclav Havel, Dramatiker, Menschenrechtler, Dissident, Politiker und einer der meistbewunderten und einflussreichsten Personen der Gegenwart.

Havel trat in den 1970er Jahren ins Rampenlicht, als er als Intellektueller, Dramatiker und treibende Kraft in der Bürgerrechtsbewegung Charta 77 die Macht der Kommunistischen Partei in der Tschechoslowakei herausforderte. Er verbrachte mehrere Jahre im Gefängnis, weil er sich weigerte, „innerhalb einer Lüge zu leben“.

Er spielte eine Schlüsselrolle in der „Samtenen Revolution“ 1989, die gewaltlos das kommunistische Regime stürzte. In kürzester Zeit wurde er Staatspräsident. Drei Jahre später, nach der „Samtenen Trennung“, der friedlichen Teilung des Landes in die Tschechische Republik und die Slowakei, wurde er Staatspräsident der Tschechischen Republik. In den 10 Jahren seiner Amtszeit wurde Tschechien dank seiner Unterstützung NATO Mitglied. Er legte auch den Grundstein für den Beitritt seines Landes zur Europäischen Union. 2003 erhielt Vaclav Havel die amerikanische „Friedensmedaille des Präsidenten“, die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten. 

„Vaclav Havel verkörpert in beispielhafter Art und Weise die Grundwerte von menschlicher Würde und Respekt. Sein Einsatz für friedliche Konfliktlösung und Aussöhnung ebnete einem geteilten Europa den Weg zur Einheit. Minderheiten und Menschen, die anders denken, leben dank Havels mutiger Anstrengungen sicherer in Europa“, so Deidre Berger, Leiterin des AJC Berlin Ramer Institute for German-Jewish Relations.

Havel setzte sich engagiert für das Wohlergehen und die Sicherheit Israels ein. Letztes Jahr trat er der globalen „Friends of Israel“ Kampagne bei, um Versuche, den jüdischen Staat zu delegitimieren, zu verurteilen.

“Havel war ein großer Freund der Juden”, sagte David Harris, Geschäftsführer des AJC in New York. „1991 brachte Havel seine ‚metaphysische Beschämung der Menschheit‘ über den Holocaust und Antisemitismus zum Ausdruck. ‚Dies ist ihr Verbrechen, ihre Schande.‘“

AJC hatte bereits seit Havels Tagen als Dissident mit ihm und seinen Mitstreitern zusammengearbeitet. Das Jacob Blaustein Institut for the Advancement of Human Rights des AJC unterstützte bereits die Charta 77.  In seiner Rede zu einem zu seinen Ehren gegebenen Mittagessen in Präsident Clintons Weißen Haus würdigte Havel „diejenigen, die maßgeblich an der Schaffung von Frieden und Sicherheit in Europa beteiligt waren, wie zum Beispiel das American Jewish Committee.“

Sein Lebensmotto fasste Havel 1990 vor beiden Häusern des amerikanischen Kongresses so zusammen: “Wir sind immer noch unfähig zu begreifen, dass die einzig wahre tragende Säule all unseren Handelns, wenn sie moralisch sein soll, die Verantwortung ist.“

Hintergrundgespräch mit AJC Geschäftsführer beim JVBB
 

February 8, 2012 – Berlin – David Harris, Executive Director des American Jewish Committe (AJC), war auf Einladung des JVBB und des Vereins der Ausländischen Presse in Deutschland am 7. Februar 2012 Gast in der Geschäftsstelle. Das AJC ist die weltweit einflussreichste jüdische Organisation. Justin Westhoff hat die wichtigsten Aussagen des AJC-Geschäftsführers zum aktuellen politischen Geschehen zusammengefasst.

Die derzeit stärkste weltweite Bedrohung sieht Harris im Atomprogramm des Iran. Dies sei ein „globales Problem“. Auf die Frage nach einem eventuellen militärischen Eingreifen Israels sagte er, zunächst seien die USA und Europa in der Pflicht. Neben diplomatischen Bemühungen und Sanktionen müssten aber „alle Optionen auf dem Tisch bleiben“.

Das Veto Russlands und Chinas gegen eine Verurteilung Syriens im UN-Sicherheitsrat bezeichnete der AJC-Geschäftsführer als „große Enttäuschung“.  Im Hinblick auf die „Arabellion“ betonte Harris das Prinzip „more for more and less for less“ – die USA und andere Staaten müssten ihre Unterstützung etwa für Ägypten und Libyen vom Grad der Demokratisierung abhängig machen.

Zum Friedensprozess im Nahen Osten unterschied der Amerikaner zwischen „notwendigen“ und „nicht angemessenen“ Siedlungen zum Beispiel im Westjordanland, erinnerte aber daran, dass die palästinensische Seite immer wieder das Angebot einer (auch vom AJC geforderten) Zwei-Saaten-Lösung ausgeschlagen habe. 

Ansprechpartnerin für Journalisten: Lena Altmann, PR im Berliner AJC-Büro,
altman(at)ajc.org, 030/226594-17. 

 

„Der Iran ist nicht nur ein Problem Israels“: David Harris, Geschäftsführer einer großen jüdischen Organisation in den USA, sorgt sich in Berlin über Lage in Nahost von Joachim Riecker, Märkische Allgemeine

February 10, 2012  – Märkische Allgemeine - Die großen jüdischen Organisationen gehören zu den einflussreichsten politischen Gruppierungen in den USA. David Harris, Geschäftsführer des American Jewish Comittee (AJC), tourt gegenwärtig durch Europa, um bei Regierungen unter anderem für eine feste Unterstützung Israels in den Konflikten mit dem Iran und den arabischen Nachbarstaaten zu werben.

In Berlin wurde er im Auswärtigen Amt und im Kanzleramt von Angela Merkels außenpolitischem Chefberater Christoph Heusgen empfangen. In einem Pressegespräch sagte Harris anschließend, das iranische Atomprogramm sei nicht nur ein Problem Israels, sondern der gesamten Staatengemeinschaft. „Sollte es zu einem gewaltsamen Konflikt zwischen dem Iran und Israel kommen, erwarten wir, dass Israel nicht allein gelassen wird“. Es sei nicht hinnehmbar, dass der Iran Atomwaffen besitze.

Über die Aussichten für einen Nahost-Frieden äußerte sich Harris pessimistisch. Angefangen 1947 hätten die Palästinenser „immer wieder die Gelegenheit verpasst, eine Zwei-Staaten-Lösung zu realisieren“. Jedesmal wenn sich die Chance dafür ergeben hätte, sei sie von den Palästinensern nicht wahrgenommen worden.

Harris erwähnte vor allem die von dem damaligen US-Präsidenten Bill Clinton geführten Verhandlungen in Camp David im Jahr 2000. Damals habe es von Israel das ganz konkrete Angebot einer Zwei-Staaten-Lösung gegeben, was jedoch von den Palästinensern und ihrem damaligen Führer Jassir Arafat mit der zweiten Intifada beantwortet worden sei.

Trotzdem befürworte seine Organisation weiter eine Zwei-Staaten-Lösung und lehne auch Siedlungen Israels in den Gebieten ab, die nach einer Staatsgründung voraussichtlich zu Palästina gehören würden. Für eine gewisse politische Radikalisierung in Israel müsse man aber Verständnis, haben, denn der Staat sei mit 63 Jahren immer noch sehr jung und „experimentiert noch mit der Selbstbestimmung“. Israel bleibe aber die einzige stabile Demokratie in der Region.

Eher skeptisch äußerte sich Harris auch zu den Umwälzungen in vielen arabischen Ländern. „Es wird sich noch zeigen, ob wir tatsächlich von einem arabischen Frühling sprechen können oder ob nicht eine andere Jahreszeit als passender erscheinen wird.“ Das AJC wurde 1906 von einer kleinen Gruppe amerikanischer Juden gegründet. Ziel der Organisation ist es, „Israel und die Juden weltweit zu unterstützen und sowohl Menschenrechte als auch demokratische Werte in den USA und allen anderen Ländern zu fördern.“ Seit 1998 unterhält die Organisation auch ein Büro in Berlin.

 

Demokratiebildung gegen Rechtsextremismus

December 14, 2012 – Berlin – Am 13. Dezember 2011 präsentierten die zuständigen Staatssekretäre Burkhard Jungkamp (Brandenburg) und Mark Rackles (Berlin) gemeinsam mit dem Direktor des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) und Deidre Berger, Direktorin des Berliner Büros des American Jewish Committee (AJC) drei neue Demokratiebildungsprogramme.

„Hands Across the Campus“ und die Grundschulversion „Hands for Kids“ ermutigen die Schülerinnen und Schüler, den Stellenwert der Demokratie in der Einwanderungsgesellschaft als wesentliche Stütze des Gemeinwesens zu betrachten. „Aktiv gegen Antisemitismus“ sensibilisiert die Schüler für Erscheinungsformen von historischem und aktuellem Antisemitismus. Alle drei Programme wurden in transatlantischer Zusammenarbeit entwickelt und sind gezielt für den Einsatz im multikulturellen Klassenzimmer konzipiert. Sie bieten erstmals demokratiepädagogische Ansätze von der ersten bis zur 13. Klasse.

„Unsere Demokratie ist nur so stark, wie die nächste Generation Verantwortung dafür übernimmt, ihre Gesellschaft und Zukunft auszugestalten. Zwar können wir Auswüchse des Extremismus und des Hasses nicht verhindern. Doch durch Kompetenzvermittlung von demokratiefördernden Mechanismen können wir die politische Mitte stärken“, so Deidre Berger (AJC).

Das Grundwerte-Curriculum „Hands Across the Campus“ geht dabei zurück auf die Zusammenarbeit zwischen AJC und dem Los Angeles City School District in den 1980er Jahren. In der nun vorgestellten aktualisierten deutschen Version von „Hands Across the Campus“ sollen Schüler/innen durch interaktive Lernmethoden und die Vermittlung interdisziplinären Denkens neue und alltagsgerechte Zugänge zu demokratischen Werten in Vergangenheit und Gegenwart erschlossen werden. Insbesondere will das Programm dazu beitragen, die Schüler/innen im Engagement und in ihrer Teilhabe an der Schule, in der Gemeinde und der Gesellschaft zu bestärken und sie zu befähigen, andere Identitäten zu respektieren und anzuerkennen.

„Das Besondere an diesen Programmen ist, dass sie Demokratie als ganzheitliche Lebenskultur, als gelebten Alltag erfahrbar machen“, so Staatssekretär Jungkamp. „Die Aufdeckung der rechtsextremen Terrorzelle in den vergangenen Wochen, die für mindestens zehn rassistisch motivierte Morde verantwortlich sein soll, zeigt eindringlich die Notwendigkeit von nachhaltigen Bildungsstrategien, die rechtsextremistischen und antisemitischen Ideologien und Taten entgegenwirken.“ Er wünsche sich, dass viele Schulen im Land die Programme in Zukunft nutzen, so der Bildungsstaatssekretär.

Die Programme wurden gemeinsam mit Hilfe von vielen Lehrer/innen und Schüler/innen aus Berlin und Brandenburg erarbeitet. „Die drei Bildungsprogramme sind zeitgemäße Antworten auf den nach wie vor bestehenden gesellschaftlichen Rassismus,“ so Staatssekretär Mark Rackles. „Ich fordere Schulen und Lehrer auf, die eingängigen und leicht in den Schulunterricht zu integrierenden Materialien in der Grundschule und Sekundarstufe I einzusetzen.“ Auch dadurch unterscheiden sich diese Programme von außerschulischen Sonderprogrammen am Rande des alltäglichen Schulbetriebs. Mit zahlreichen Anregungen zum aktiven Handeln stärken sie das Schulklima und stellen somit bedeutende Instrumente im Schulentwicklungsprozess dar.  

AJC begrüßt die Rückbeorderung des Deutschen Botschafters im Iran

December 1, 2012 – Berlin – AJC Berlin Direktorin Deidre Berger begrüßt die Entscheidung Deutschlands, seinen Botschafter aus Teheran zurückzubeordern. Nachdem es zu einer Stürmung der Britischen Botschaft in Teheran durch randalierende Demonstranten gekommen war, haben sich Frankreich, die Niederlande und jetzt Deutschland solidarisch mit Großbritannien gezeigt und ihre Botschafter zurückbeordert.

Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin Office erklärte: „Der Bericht der Internationalen Atomenergie Behörde (IAEA) hat klar aufgezeigt, dass der Iran an der Entwicklung einer atomaren Waffe arbeitet. Die Reaktion Großbritanniens, Sanktionen gegen die Zentralbank zu erlassen, war richtig. Deutschland und die anderen EU-Staaten sollten sich diesem Schritt anschließen.“

In einer Presseerklärung vom 1. Dezember 2011 fordert auch Philipp Mißfelder, Außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, dass wirksame Sanktionen sowohl den Öl- und Gassektor als auch die iranische Zentralbank mit einschließen müssen.

Seit dem die EU-Sanktionen im Oktober 2010 in Kraft traten, ist der deutsche Export in den Iran um 19% zurückgegangen. Deutschland bleibt allerdings weiterhin der wichtigste europäische Exportpartner und Technologielieferant des Irans. Im Jahr 2011 exportierte Deutschland bis September Waren im Wert von knapp 2,3 Milliarden Euro in den Iran.

Parallel zu diesen Geschehnissen wurde durch einen Bericht im „Tagesspiegel“ bekannt, dass die „Stiftung Schloss Neuhardenberg“ sich von seinem Kuratoriums-Mitglied Mostafa Dolatyar, Vizeaußenminister der Islamischen Republik Iran trennt. Deidre Berger dazu: „Der Vizeaußenminister des Irans ist seit langem bekannt für seine antisemitischen und aggressiv anti-israelischen Äußerungen. Es war ein längst überfälliger Schritt, dass eine Stiftung, die sich der Förderung des kulturellem Austauschs verpflichtet, sich von solch einem Mann trennt.“

AJC lobt die israelische Regierung für die Genehmigung des Gilad Shalit-Gefangenenaustauschs 

Ebenso dankt AJC Ägypten und Deutschland für ihre diplomatischen Bemühungen Shalit aus der Geiselhaft der Hamas zu befreien. 

October 12, 2012 – Berlin – AJC begrüßt die Entscheidung der israelischen Regierung, einen umfangreichen Gefangenenaustausch zu genehmigen, um die Freilassung von Soldat Gilat Shalit, der fünf Jahre in Hamas Geiselhaft verbracht hat, zu veranlassen. Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin Ramer Institute, meinte: „Angesichts dessen, dass Terroristen, die für zahlreiche Morde und Attentate verurteilt wurden, freigelassen werden, begeht Israel einen mutigen Schritt. Diese Entscheidung zeigt sowohl den Stellenwert von Shalits Schicksal in der israelischen Bevölkerung als auch die Bereitschaft der israelischen Regierung, weit über ihre Schmerzensgrenze hinaus zu gehen, um seinen Nachbarn ein Friedenssignal zu senden.“  

Der erfolgreiche Abschluss des Austauschs eröffnet die Möglichkeit für baldige Friedensverhandlungen. Deidre Berger sagte: „Die palästinensische Regierung sollte die Freilassung von über 1000 Palästinensern als Chance auf direkte Friedensverhandlungen ohne Vorbedingungen erkennen und die ausgestreckte Hand der israelischen Regierung ergreifen.“

„Der Gefangenenaustausch ist ein Zeichen dafür, dass auch Hamas sich dem arabischen Frühling nicht entziehen kann. Die Palästinenser wollen mehr Freiheiten und ein besseres Leben und die Freilassung von Shalit ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Friedensverhandlungen“, so Deidre Berger weiter.

AJC dankt der Deutschen Regierung für ihre jahrelange Vermittlungsarbeit, die den Weg zum jetzigen Abkommen geebnet hat. Die Unterstützung des Bundestags, der die Freilassung Shalits in einer Resolution vom November 2010 gefordert hat, war ein Zeichen für die Bedeutung dieses Anliegens für die deutsche Bevölkerung. Ebenso würdigt AJC die Rolle der Ägyptischen Regierung, die Verhandlungen zum positiven Abschluss zu bringen.

Das AJC drückt Mitgefühl für die Opfer der palästinensischen Mörder aus, die jetzt frei kommen werden.

Das American Jewish Committee (AJC) ruft die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ (EVZ) zur stärkeren Antisemitismusbekämpfung auf

September 28, 2012 – Berlin – Das American Jewish Committee (AJC) ruft die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ (EVZ) dazu auf, die Bekämpfung von Antisemitismus stärker in ihren Förderinitiativen zu berücksichtigen und sich für eine umfassendere Darstellung des modernen Israels einzusetzen.

Nach der Kontroverse über einen deutsch-israelischen Schüleraustausch fordert AJC die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft “ dazu auf, Ihr Menschenrechtsprogramm zu überarbeiten und gezielt Programme zu entwickeln, die sich der Bekämpfung des Antisemitismus widmen und eine ausgewogenere Behandlung des modernen Israels ermöglichen.

„Eine Stiftung, die von der Deutschen Bundesregierung zusammen mit der deutschen Industrie ins Leben gerufen wurde, um die Zwangsarbeiter zu entschädigen, die unter nationalsozialistischer Herrschaft ausgebeutet wurden, sollte sich zum Ziel setzen, gute Beziehungen zu Israel zu fördern und gegenwärtige  Formen des Antisemitismus zu bekämpfen“, sagte Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin / Ramer Institute for German-Jewish Relations. „Leider machen Programme, die sich mit der Bekämpfung von Antisemitismus beschäftigen, nur einen sehr kleinen Teil des EVZ-Engagements aus. Darüber hinaus reflektieren einige Programme eine unausgewogene Menschenrechtsagenda, die mehr Schaden anrichtet, als sie Gutes tut“.

Im Rahmen des Programms „Europeans for Peace“ förderte die EVZ unlängst ein Menschenrechtesprojekt zum Thema „Bildungsmöglichkeiten“. Im Zentrum des Projektes stand ein Austausch zwischen einer Schule aus den neuen Bundesländern und einer israelisch-arabischen Schule in Nazareth. In der abschließenden Dokumentation des Projekts sind Zeichnungen der Schüler abgedruckt, die ein stereotypisiertes Bild Israels widerspiegeln, das von verschiedener Seite als antisemitisch bezeichnet wurde. „Die Heranführung junger Europäer, vor allem Deutscher, an Israel unter dem ausschließlichen Gesichtspunkt  der Menschenrechte verhindert ein tiefgreifendes Verständnis der Gesamtgesellschaft – sei es in Israel oder jedem anderen demokratischen Staat“, so Deidre Berger weiter.

Rabbiner Andrew Baker, Direktor für internationale Beziehungen beim American Jewish Committee und zugleich Kuratoriumsmitglied der Stiftung EVZ, fordert den Stiftungsvorstand ebenfalls auf, diese problematischen Projekte zu überprüfen und gegebenenfalls einzustellen. „Ich erwarte eine gründliche Diskussion zu diesem Thema, wenn sich das Kuratorium im Dezember zum nächsten Mal trifft“, so Baker „Der gute Ruf der Stiftung EVZ hängt davon ab.“

Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ wurde im Jahr 2000 ins Leben gerufen. Das Stiftungsvolumen beträgt fünf Milliarden Euro und kam zu gleichen Teilen von der Bundesregierung und der deutschen Industrie. Ziel der Stiftung ist eine symbolische Entschädigung von ehemaligen Zwangsarbeitern. Ein kleiner Teil des Stiftungsvermögens wird zudem für die Umsetzung von Bildungsprojekten verwendet.

 Hamas beim Wort genommen

Auszüge aus den Webseiten The Middle East Media Research Institute (MIMRI-TV) und Palestinian Media Watch (PMW). Übersetzt vom AJC Office Berlin

Berlin, 27. September 2011 - Hamas ist eine Terroristenorganisation, die 1987 im Zuge der ersten Intifida als Ableger der Muslimbrüderschaft gegründet wurde. Neben terroristischen Aktivitäten agiert sie auch als Wohlfahrtsorganisation und politische Kraft in den palästinensischen Gebieten. Ihre Weltanschauung ist islamisch-fundamentalistisch sowie anti-liberal und anti-westlich. Das erklärte Ziel Hamas: die Zerstörung Israels.

Hamas ist im Mai 2011 mit Fatah in ein Einheitsbündnis eingegangen. Viele Stimmen aus dem Westen begrüßten diese Entwicklung und sahen darin eine Chance, die festgefahren Verhandlungen mit Israel fortzuführen. Führende Hamas-Persönlichkeiten begannen eine Medienoffensive im Westen, um sich als moderate Kräfte darzustellen.

Diese Broschüre will Hamas beim Wort nehmen – und zwar beim Arabischen. Denn es bestehen eklatante Unterschiede zwischen der Hamas-Rhetorik auf Englisch und auf Arabisch. Wir wollen mit einer Auswahl aus Hamas nahen Zeitungen, Webseiten und TV Sendungen den wahren Charakter der Hamas offenbaren.

American Jewish Committee (AJC) Applauds German Withdrawal from Durban III Conference

Berlin, 2. September 2011 - AJC lauded German Foreign Minister Guido Westerwelle for announcing Germany’s pullout from the upcoming UN-sponsored Durban III anti-racism conference in New York later this month. AJC and other organizations, including the Central Council of Jews in Germany, had requested that Germany boycott the conference. Germany did not participate in the two previous Durban conferences, which were platforms for antisemitic propaganda and incitement, including an anti-Israel invective by Iranian President Mahmoud Ahmadinejad while speaking at Durban II.

In a letter on the Minister, AJC Berlin Director Deidre Berger wrote that “your decision is a welcome sign of transatlantic agreement that manifestations of antisemitism and Israel hatred have no place at UN-sponsored events.

The German Foreign Minister issued a statement basing the decision to withdraw on concerns that the Durban III conference would again be misused as a forum for antisemitism. In addition, Minister Westerwelle explained during an informal EU Foreign Ministers Conference in Sopoto, Poland that the decision is also an expression of Germany’s deep bond with Israel

In the letter to Minister Westerwelle, Berger said that “We applaud your resolve and determination to protect Germany’s special relationship to Israel and contribute to the global fight against antisemitism.”  

Germany becomes the ninth nation -- and fifth EU member state -- to opt out of Durban 3. The others so far are Australia, Austria, Canada, Czech Republic, Israel, Italy, Netherlands, and the United States.

Das American Jewish Committee begrüßt Deutschlands Entscheidung, nicht an der Durban-III-Konferenz teilzunehmen

Berlin, 2. September 2011 - Dazu Deidre Berger, Direktorin des Berliner Büros des American Jewish Committee (AJC):

„Außenminister Westerwelle hat damit die einzig richtige Entscheidung getroffen. Wir freuen uns, dass Deutschland damit seiner besonderen Verantwortung gegenüber Israel Rechnung trägt. Wir hoffen, dass weitere Staaten diesem Beispiel folgen werden und einer Veranstaltung fernbleiben werden, die für antisemitische Hetze missbraucht wird“, so Deidre Berger.

Das American Jewish Committee hatte sich zuvor gemeinsam mit anderen jüdischen Organisationen dafür eingesetzt, dass Deutschland nicht an der Konferenz in New York teilnimmt. Die vorherigen Konferenzen im Jahr 2001 und 2009 waren für antisemitische Angriffe gegen Israel instrumentalisiert worden.

„Die Feinde Israels, die die Konferenz für ihre Zwecke missbrauchen werden, hätten die Teilnahme einer deutschen Delegation als Bestätigung aufgefasst. Die Bundesregierung hat jedoch immer betont, dass die Solidarität mit Israel nicht verhandelbar ist. Die Absage Deutschlands war daher die einzige glaubwürdige Entscheidung“, so Deidre Berger.

Vor der Absage Deutschlands hatten bereits die USA, Kanada, Australien, Italien, die Niederlande, Österreich, Tschechien sowie Israel angekündigt, nicht an der Konferenz teilzunehmen.

Das American Jewish Committee begrüßt die Ankündigung Österreichs, nicht an der Durban-III-Konferenz teilzunehmen und fordert Deutschland auf, seine Teilnahme ebenfalls abzusagen

Berlin, 1. September 2011 – Das American Jewish Committee (AJC) begrüßt die Ankündigung Österreichs, der Durban-III-Konferenz der Vereinten Nationen in New York fernzubleiben und ruft die Bundesrepublik auf, ebenfalls nicht an dieser Konferenz teilzunehmen.

„Der Durban-Prozess hatte das wichtige Ziel, das weltweite Problem des Rassismus zu bekämpfen. Doch stattdessen wurden die bisherigen Konferenzen als Bühne für eine gegen Israel gerichtete Hetze missbraucht. Deutschland hat daher an den beiden ersten Konferenzen nicht teilgenommen und sollte auch in diesem Jahr nicht teilnehmen“, so Deidre Berger, Direktorin des Berliner Büros des American Jewish Committee.

Vor der jüngsten Ankündigung Österreichs, über die die Jerusalem Post berichtet und die von diplomatischen Kreisen bestätigt wurde, hatten bereits die USA, Kanada, Australien, die Niederlande, Italien, Tschechien sowie Israel angekündigt, nicht an der für den 21. September 2011 geplanten dritten Durban-Konferenz teilzunehmen.

„Die Feinde Israels, die die Konferenz für ihre Zwecke missbrauchen, würden die Teilnahme einer deutschen Delegation als Bestätigung auffassen. Die Bundesregierung hat jedoch immer wieder betont, dass die Solidarität mit Israel nicht verhandelbar ist. Deutschland sollte daher dem Beispiel Österreichs und anderer westlicher Staaten folgen und seine Teilnahme an der Konferenz absagen“, so Deidre Berger. „Dies umso mehr, als dass mit Österreich nun ein Staat öffentlich seine Absage erklärt hat, der noch an den beiden vorherigen Konferenzen teilgenommen hatte.“

Die vorhergegangene „Dritte Weltkonferenz gegen Rassismus“ der UN in Durban 2001 (Durban I) und die Folgekonferenz in Genf 2009 (Durban II) waren von arabischen und anderen Staaten für eine einseitige Verurteilung Israels als Apartheidsregime missbraucht worden.

Der iranischen Präsident Mahmud Ahmadinejad, der immer wieder den Holocaust geleugnet und zur Vernichtung Israels aufgerufen hat, hatte die Konferenz 2009 in Genf mit einer antisemitischen Hetzrede eröffnet. Deutschland hatte damals zusammen mit Australien, Israel, Italien, Kanada, den Niederlanden, Neuseeland, Polen, Schweden, Tschechien und den USA seine Teilnahme an der Konferenz abgesagt.

Nach Terroranschlägen in Israel: American Jewish Committee fordert SPD auf, israelkritischen Antrag zurückzunehmen

Berlin, 19. August 2011 - Nach den Terroranschlägen in der Nähe von Eilat (Israel), bei denen mindestens acht Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt wurden, hat das American Jewish Committee (AJC) seinen Appell an die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag bekräftigt, einer Unterstützung innerhalb der Europäischen Union für die UN-Anerkennung eines einseitig ausgerufenen Palästinenserstaates eine klare Absage zu erteilen. 

"Eine palästinensische Führung, die sich direkten Verhandlungen mit Israel verweigert, aber zugleich mit Terroristen kooperiert, verdient keine Anerkennung durch die Vereinten Nationen“, sagte Deidre Berger, Direktorin des Berliner AJC-Büros. Die Terroranschläge in Eilat wurden nach israelischen Angaben von Hamas koordiniert. Die Terrororganisation Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, hat im Mai ein Kooperationsabkommen mit der Fatah abgeschlossen, die im Westjordanland regiert.

Die SPD-Bundestagsfraktion hat unterdessen einen Antrag an den Deutschen Bundestag verabschiedet, in dem die Bundesregierung aufgefordert wird, ihren Widerstand gegen die UN-Anerkennung eines palästinensischen Staates aufzugeben. Gleichzeitig fordert die SPD darin ein Ende des israelischen Siedlungsbaus, der ein Haupthindernis auf dem Weg zum Frieden sei.

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American Jewish Committee verurteilt die jüngsten Terrorangriffe in Israel

Berlin, 18. August 2011 - Das American Jewish Committee (AJC) hat mit Betroffenheit auf die heutige Anschlagsserie im Süden Israels reagiert.

Deidre Berger, Direktorin der Berliner AJC-Büros, brachte in einem Schreiben an den israelischen Botschafter in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, ihr Mitgefühl mit den Opfern und deren Angehörigen zum Ausdruck.

„Die heutigen Terrorangriffe verdeutlichen einmal mehr den Hass, dem sich Israel in der Region weiterhin ausgesetzt sieht. Der immer wieder aufflammende Terror ist das größte Hindernis auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden in der Region. Die Weltgemeinschaft ist daher aufgerufen, diese Terrorakte klar zu verurteilen und sich für die gefährdete Sicherheit Israels einzusetzen“, so Deidre Berger.

Deidre Berger erinnerte zugleich an die Herausforderungen, die sich aus den Bewegungen des „Arabischen Frühlings“ ergeben: „Die Bewegungen des arabischen Frühlings müssen jetzt ihr Ziel in stabilen Demokratien finden, die den Bestand und die Souveränität Israels anerkennen. Ansonsten wird die zu befürchtende weitere Destabilisierung der gesamten Region auch Auswirkungen für unsere demokratischen Systeme haben. Israels Schicksal ist daher auch unser Schicksal“, so Deidre Berger abschließend.

 

Vergleichende Studie zur „Hate Crime“-Gesetzgebung in Europa und den USA verdeutlicht den Bedarf an stärkerer öffentlicher Sensibilisierung

Berlin, 15. Juni 2011 – Im Auftrag des Berliner Büros des American Jewish Committee hat die Kanzlei Hogan Lovells eine vergleichende Studie über die Gesetzgebung zu „Hate Crimes“ in den USA und Europa erstellt. Darin wird die Bedeutung einer effektiven Strafverfolgung dieser vorurteilsbezogenen Delikte hervorgehoben.

Link: Study on National Legislative Efforts to Prevent and Combat Hate Crime

Die Studie untersuchte die verschiedenen strafrechtlichen Regelungen sowie deren praktische Umsetzung in vier europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Polen, Großbritannien), in den USA sowie die entsprechende EU-Gesetzgebung. Einbezogen wurden ebenfalls die Frage nach den Rechten und dem Schutz der Opfer. Es ist die erste Studie ihrer Art, welche die Gesetzgebung und die Anwendung von „Hate Crime“-Gesetzen in einer transatlantischen Perspektive analysiert.

„Trotz unterschiedlicher Definitionen und Herangehensweisen in Bezug auf Hate Crimes in den USA und der Europäischen Union offenbart die Studie die gemeinsame transatlantische Haltung, solche Straftaten entschieden zu verfolgen und zu verurteilen“, erklärt Deidre Berger, Direktorin des Berliner AJC-Büros. „Der erste Schritt zu einer effektiven Bekämpfung von Hate Crimes ist die juristische Anerkennung ihres kriminellen Charakters.“

Die Studie belegt, dass es einen wachsenden Konsens zwischen den EU-Mitgliedsländern bei der „Hate Crime“-Gesetzgebung gibt, der trotz einzelstaatlicher Abweichungen durch EU-Richtlinien erleichtert wird. Die Studie wurde unter Leitung von Rechtsanwalt Falk Schoening von der Kanzlei Hogan Lovell in sechs Monaten von 34 Anwälten aus sechs Ländern erarbeitet.

Während der Vorstellung der Studie im Rahmen einer Pressekonferenz riefen Experten dazu auf, in der Öffentlichkeit ein größeres Bewusstsein für „Hate Crimes“ zu schaffen. Rabbiner Andrew Baker, Persönlicher Repräsentant des OSZE-Vorsitzenden zur Bekämpfung von Antisemitismus, betonte die wichtige Funktion, die Führungspersönlichkeiten erfüllen können, wenn sie solche Gewalttaten verurteilen. Sergey Lagodinsky, Anwalt der Kanzlei Orrick Hölters & Elsing, forderte einen Ausbau der Ausbildung von Polizeikräften und Richtern bezüglich „Hate Crimes”. Michael Whine, Europadirektor der Londoner Organisation Community Security Trust (CST), mahnte darüber hinaus an, die Zivilgesellschaft in der Bekämpfung von „Hate Crimes“ stärker einzubinden.

  

Offener Brief des AJC an die Fraktionen im Rat der Stadt Wuppertal: Kritik an der indifferenten Position der Ratsfraktionen zu der "9. Jahreskonferenz der Palästinenser in Europa"

Im Vorfeld der für den 7. Mai 2011 angekündigten "9. Jahreskonferenz der Palästinenser in Europa" in Wuppertal hat sich das American Jewish Committee in einem offenen Brief an die Fraktionen im Rat der Stadt Wuppertal gewandt. Die Ratsfraktionen hatten zuvor einhellig erklärt, die Organisatoren der Konferenz seien bisher nicht „im Zusammenhang mit verfassungsfeindlichen Äußerungen oder einer Mitgliedschaft in verfassungsfeindlichen Organisationen in Erscheinung getreten“. Das AJC hebt dagegen in dem Schreiben hervor, dass es klare Belege dafür gebe, dass die Veranstalter Kontakte zur HAMAS unterhalten. Dies wurde zuletzt auch vom Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen bestätigt. Die islamistische HAMAS wird in der Europäischen Union als terroristische Vereinigung eingestuft. Das American Jewish Committee fordert die Fraktionen im Wuppertaler Stadtrat daher dazu auf, die bisherige Position zu überdenken und sich klar von der HAMAS zu distanzieren.

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AJC Condemns Brutal Bus Bombing in Jerusalem

New York, Berlin, March 23, 2011 – AJC condemned the bombing of a commuter bus in Jerusalem. The bomb exploded outside Egged Bus No. 74 near the Binyanei Ha'uma Conference Center in Israel’s capital city. The blast killed one person, and injured 50.

"Our thoughts are with the innocent Israeli victims of this heinous terrorist attack, which brings to mind the dreadful spate of suicide bombings Israel was subjected to following the outbreak of the second Palestinian intifada in 2001," said AJC Executive Director David Harris. "Today's bombing also follows a spate of mortar and rocket attacks against Israel from Gaza in recent days."

Jerusalem police said that an explosive device inside a bag was left at the bus stop. Israeli Public Security Minister Yitzhak Aharonovitch said that the explosive device was between one and two kilograms and packed with shrapnel.

"We are confident that Israel will remain vigilant against future attacks and will take whatever measures are necessary to track down the perpetrators of today's bombing," said Harris.

"The international community needs to offer its full and unambiguous support as Israel seeks to defend itself against these barbaric acts of aggression against civilian targets. In particular, world leaders must impress upon the Palestinians the need to end the incitement against Israel – and glorification of bombers – which serve to encourage the kind of terrorism we have witnessed again today."

In a letter to Israeli Ambassador in Germany Yoram Ben-Zeev, Deidre Berger, Director of the American Jewish Committee Berlin Office said:

“The bomb attack, coupled with the recent shelling from Gaza, speaks its own language, sadly not a language of peace.  At least some elements among the Palestinians have yet to grasp the democratic signals of the revolutions unfolding around them.  We can only hope that Palestinian leaders will forcefully condemn this heinous attack and signal to their own people that the way to peace is not through violence.
Our hearts are with the victims and their families and with the citizens of Israel who desire nothing more than peaceful co-existence with their neighbors.”


"A Deepening Rift Between Germany and Israel"

Deidre Berger, Director of the AJC Berlin Office / Lawrence & Lee Ramer Institute for German-Jewish Relations, was quoted in an article of the New York Times on March 7, 2011.

You can find the article here


Task Force Education on Antisemitism fordert von der Bundesregierung die Rücknahme der "Extremismusklausel"

Am 4. März 2011 hat sich die Task Force Education on Antisemitism, deren Koordination vom AJC Berlin Office / Lawrence & Lee Ramer Institute for German-Jewish Relations unterstützt wird, in einem offenen Brief an die Bundesregierung gewandt und die Rücknahme der „Extremismusklausel“ für Förderprojekte des Bundesfamilienministeriums und des Bundesinnenministeriums zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Antisemitismus gefordert.

Lesen Sie den Brief hier (PDF-File).


Remember Iran: Is This Game Also Over?

Berlin, 21. Februar 2011

In the dramatic sweep of events in the Mideast the past few weeks, little attention has been focused on Iran. Yet two photos dominated the front pages of German newspapers this past weekend. One showed Guido Westerwelle, Germany’s Foreign Minister, shaking hands with Iranian President Mahmoud Ahmadinejad; the second showed cast members of the Iranian film Nader and Simin, A Separation, accepting the Golden Bear award of the Berlinale Film Festival.

These images could easily create the impression that Iran is making giant leaps toward acceptance in the democratic world. On the political front, Iran’s president was able to greet a high-level German official for the first time in seven years, while culturally, a film produced in Iran swept the top honors at one of the world’s leading film festivals.

Nothing could be farther from the truth. Foreign Minister Westerwelle flew to Iran on short notice to pick up, in person, two German journalists who had spent four months behind Iranian prison bars before bilateral negotiations and a large public outcry in Germany convinced Iran to commute their sentences to large fines. The ostensible “crime” of the two journalists was neglecting to inform Iranian authorities that they were trying to interview the son and lawyer of a woman sentenced to death by stoning for alleged adultery and murder, a case that prompted worldwide protest against human rights violations in Iran.

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American Jewish Committee fordert die Einführung eines ‚Tages der Demokratie und Integration’.  Kritik an den Plänen für Vertriebenen-Gedenktag

Berlin, 10. Februar 2011 – Anlässlich des mit der Mehrheit der Regierungskoalition im Deutschen Bundestag beschlossenen Antrags „60 Jahre Charta der deutschen Heimatvertriebenen – Aussöhnung vollenden“, erklärt Deidre Berger, Direktorin des Berliner Büros des American Jewish Committee (AJC):

„Der Bundestagsbeschluss ist ein besorgniserregender Einschnitt in der deutschen Erinnerungskultur. Niemand stellt das berechtigte Anliegen in Frage, an Flucht und Vertreibung im 20. Jahrhundert zu erinnern. Dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar jedoch einen bundesweiten Tag zum Gedenken an die Opfer von Vertreibung am 5. August gegenüber zu stellen, relativiert sichtbar die Zentralität des Holocaust in der deutschen Erinnerungskultur. Angesichts der Tatsache, dass sich unter den Vertriebenen auch zahlreiche NS-Täter befanden, werden hier die Grenzen zwischen Opfern und Tätern verwischt. Täter zu Opfern zu machen ist ein Rückschritt im Umgang mit den NS-Verbrechen und für Holocaust-Überlebende entwürdigend.“

Deidre Berger fährt fort:

Es ist umso weniger nachvollziehbar, dass die Regierungskoalition einen Gedenktag am 5. August einrichten möchte und damit die 1950 verabschiedete Charta der deutschen Heimatvertriebenen“ würdigt. In diesem von hochrangigen SS-Offizieren mit unterzeichneten Dokument finden die Millionen Opfer des Holocausts und des deutschen Vernichtungskriegs keine Erwähnung. Zugleich bezeichnen sich die Vertriebenen selbst anmaßend als ‚vom Leid dieser Zeit am schwersten Betroffene’ und erklären, dass sie auf ‚Rache und Vergeltung’ verzichten wollen. Vor dem Hintergrund der NS-Verbrechen ist es eine Verhöhnung der Opfer, wenn die Vertriebenen für Ihren Verzicht auf ‚Rache und Vergeltung’ geehrt werden sollen. Dies ist kein Beitrag zur Aussöhnung, denn es gibt grundsätzlich keinen Anspruch auf Rache und Vergeltung, erst recht nicht in einer Demokratie.“

Deidre Berger appelliert daher an die Bundesregierung, keinen Gedenktag für die Opfer der Vertreibung am 5. August einzurichten:

„Anstelle des geplanten Gedenktags für die Opfer der Vertreibung sollte vielmehr ein bundesweiter ‚Tag der Demokratie und Integration’ geschaffen werden, der die große Integrationsleistung der  bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft würdigt.“ 


AJC zum Film „Tal der Wölfe – Palästina“:
Aufklärung und Durchsetzung des Jugendschutzes zwingend erforderlich

Berlin, 31. Januar 2011 – Das American Jewish Committee (AJC) begrüßt, dass der in der Türkei produzierte antisemitische Film „Tal der Wölfe – Palästina“ in Deutschland nicht für Jugendliche freigegeben wurde. Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) hat dem Film, der am Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz in die Kinos gekommen ist, keine Jugendfreigabe erteilt.

„Diese Maßnahme ist ein wichtiger Schritt, um die Verbreitung dieses gewaltverherrlichenden Films, der gegen Israel hetzt, zu begrenzen“, so Deidre Berger, Direktorin des Berliner AJC-Büros. Angesichts von Medienberichten über minderjährige Besucher in Vorführungen des Films äußerte Berger jedoch ihre Besorgnis über die Wirksamkeit der Altersbeschränkung. Sie appellierte daher an die Behörden, die konsequente Durchsetzung des Jugendschutzes umfassend zu gewährleisten.

„Es bedarf eines breiten zivilgesellschaftlichen Engagements, damit diese Hasspropaganda keinen Platz in der Mitte unserer Gesellschaft findet. Erforderlich ist insbesondere ein ergänzendes Angebot an Materialien für Lehrer und Eltern, um diesem antisemitischen, antiisraelischen und antiamerikanischen Film angemessen zu begegnen“, so Deidre Berger.

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Internationale Initiative zum Schutz von Massengräbern des Holocaust als würdige Grabstätten

Berlin, 21. Januar 2011 – Vor einem Jahr rief eine internationale Initiative dazu auf, tausende mehrheitlich vergessene Holocaust-Massengräber in Osteuropa als würdige Gedenkstätten zu schützen. Dieser Aufruf, Millionen jüdischer Opfer der Einsatzgruppen, Wehrmachts- und Polizeieinheiten zu gedenken und ihnen ihre Würde zurück zu geben, zeigte Wirkung.

Andrew Baker, AJC Direktor für Internationale Jüdische Angelegenheiten, Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin Ramer Institute for German-Jewish Relations  informieren über die internationale Koalition, die sich umfassend mit der Konservierung und dem baulichen Schutz der Massengräber als würdige Grabstätten befasst. Die geplanten Modellprojekte werden von Vertretern der an der Koalition beteiligten Organisationen aus der Ukraine, Polen, Frankreich, Belgien und den USA vorgestellt.

Die Initiative wird vom Berliner Büro des American Jewish Committee in Zusammenarbeit mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge koordiniert. Das Projekt wird von der Bundesregierung unterstützt.

American Jewish Committee (AJC) zeichnet Bundeskanzlerin Merkel mit dem „Light Unto the Nations Award“ aus

20. Januar 2011 – Berlin – Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ist heute vom American Jewish Committee (AJC) für ihre Verdienste um die amerikanisch-deutsch-jüdische Verständigung und ihr entschlossenes Eintreten für den Schutz der Freiheit und der Menschenwürde geehrt worden.

Die Bundeskanzlerin erhielt den Preis bei einer Zeremonie im Bundeskanzleramt aus den Händen von AJC-Geschäftsführer David Harris, der sich zusammen mit einer Delegation von AJC-Vorstandsmitgliedern in Berlin aufhält. 

„Die Bundeskanzlerin ist ein Licht unter den Völkern“, sagte David Harris anlässlich der Auszeichnung am Donnerstag. „Ihr entschiedener Einsatz für die Freiheit, Menschenwürde und Menschenrechte kennzeichnen ihre visionäre Politik.“

Harris weiter: „Aus Sicht des AJC kann ihr starkes Engagement für die besonderen Beziehungen zu Israel wie auch für eine lebendige Kultur der Erinnerung an den Holocaust nicht genug gewürdigt werden. Dies umfasst insbesondere ihr couragiertes Eintreten gegen Antisemitismus, gegen die Leugnung und Verharmlosung des Holocaust und gegen alle Formen von Rassismus.“

Der „Light Unto the Nations Award" ist die höchste Auszeichnung des American Jewish Committee und wird an Regierungschefs und Staatsoberhäupter verliehen, die sich in besondere Weise für die Belange des jüdischen Volkes und Israels verdient gemacht haben.

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American Jewish Committee verurteilt den jüngsten Anschlag auf Berliner Moschee

Berlin – 09.01.2011 – Das American Jewish Committee (AJC) ist bestürzt über den jüngsten Anschlag auf ein islamisches Gebetshaus in Berlin. Unbekannte hatten in der Nacht zu Samstag versucht, eine der ältesten Moscheen in der Bundesrepublik in Brand zu setzen. Seit Juni 2010 sind damit in Berlin insgesamt sieben Brandanschläge auf islamische Einrichtungen verübt worden.

„Jeder dieser Brandanschläge ist ein Anschlag gegen die Grundlagen unserer demokratischen Rechtsordnung, zu deren Eckpfeilern die Religionsfreiheit zählt“, so Deidre Berger, Direktorin der Berliner AJC-Büros.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass die Täter mit diesen feigen Anschlägen ein Klima der Angst und Intoleranz schüren, durch das die wichtige öffentliche Debatte über Integration und Zuwanderung weiter vergiftet wird“, so Deidre Berger weiter.

Das American Jewish Committee hofft, dass die polizeilichen Ermittlungen bald zur Ermittlung der Täter führen und es zu keinen weiteren Anschlägen auf islamische Einrichtungen kommt.

 


Massenmord im Vernichtungslager Bełżec bleibt ungesühnt:
Beschleunigung der noch anhängigen Verfahren gegen NS-Täter notwendig

Berlin – 22.11.2010 – Anlässlich des Todes des mutmaßlichen NS-Kriegsverbrechers Samuel Kunz, der vor dem Landgericht Bonn wegen seiner Mitwirkung am Massenmord im Vernichtungslager Bełżec angeklagt war, fordert das American Jewish Committee (AJC), die noch anhängigen Verfahren gegen NS-Täter zu beschleunigen und die Suche nach noch lebenden Tätern zu intensivieren. 

Hierzu Deidre Berger, Direktorin des Berliner AJC-Büros: „Es bleibt nicht mehr viel Zeit. Jeder weitere Tag, der verrinnt, ohne dass die noch greifbaren NS-Täter zur Verantwortung gezogen werden, ist ein verlorener Tag für die Gerechtigkeit“. 

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Endspiel mit Teheran?

Kommentar von David A. Harris, Executive Director des AJC, im Tagesspiegel (14. November 2010) 

Iran will die Atombombe: Allein durch Reden kann man das nicht verhindern. Das Land muss verstehen, dass Europa und die USA in ihrer gemeinsamen Ablehnung des iranischen Atomprogramms auch zu Konsequenzen bereit sind.

Am 5. Dezember soll eine weitere Gesprächsrunde der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats plus Deutschland über das iranische Atomprogramm beginnen. Es gäbe dabei sehr viel zu bereden: Iran verletzt mit seinem Atomprogramm mehrere Resolutionen des Sicherheitsrats. Dies hat nichts mit dem Recht Irans auf friedliche Nutzung von Atomenergie zu tun. Es geht um das iranische Ziel Atomwaffen zu besitzen – eine klare Verletzung des vom Iran unterzeichneten Atomwaffensperrvertrags.

Es gibt Beobachter, die glauben, dass ein mit Atomwaffen hochgerüsteter Iran kontrollierbar wäre. Aber ist das wirklich so? Während des Kalten Krieges praktizierten Moskau und Washington ein Gleichgewicht des Schreckens. Auch wenn die Welt während der Kubakrise kurz davor stand, wurden dennoch keine Atomwaffen eingesetzt. Beim Iran könnte das anders sein. Dieses Land wird von einer Theologie bestimmt, die an eine baldige Rückkehr des sogenannten Verborgenen Imams glaubt. Soweit die Entfesselung eines Kriegs dabei helfen könnte, wäre auch der Einsatz von Atomwaffen nicht auszuschließen.

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Das American Jewish Committee (AJC) begrüßt die Resolution des Deutschen Bundestages, in der die Hamas aufgefordert wird, Gilad Shalit freizulassen

13. November 2010 – Berlin – Das AJC begrüßt die vom Deutschen Bundestag verabschiedete Resolution „Freiheit für Gilad Shalit“, in der die sofortige Freilassung des 23jährigen israelischen Soldaten Gilad Shalit gefordert wird. Shalit wird  seit seiner Entführung aus Israel im Juni 2006 von der Hamas in Gaza gefangen gehalten. 

„Der Deutsche Bundestag erkennt diese sehr gravierende Menschenrechtsverletzung als solche an. Dies ist nicht nur ein Ausdruck der Solidarität und Empathie gegenüber Israel, sondern auch ein weiterer Beleg für den internationalen Druck, mit dem eine sofortige Freilassung Shalits gefordert wird, so dass er zu seiner Familie nach Israel zurückkehren kann“, so Deidre Berger, Direktorin des Berliner AJC-Büros.

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AJC fordert die Einbeziehung der Studie zur NS-Geschichte des Auswärtigen Amtes in den Schulunterricht

Das American Jewish Committee (AJC) appelliert an die Kultusministerien der Bundesländer die jüngst veröffentlichte Studie der internationalen Historikerkommission zur NS-Geschichte des Auswärtigen Amtes in die   Lehrpläne für den Geschichtsunterricht zu integrieren

„Deutsche Schulkinder sollen eine bessere Möglichkeit bekommen, die Beteiligung eines der zentralen Ministerien an den Verbrechen des Nazi-Regime zu verstehen“, sagte Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin/Ramer Institut für Deutsch-Jüdische Beziehungen. „Diese beeindruckende Studie verwirft den Mythos eines vermeintlich weit verbreiteten Widerstands innerhalb des Auswärtigen Amtes während der Zeit des Nationalsozialismus."

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Massive Zunahme des EU-Iran Handels: American Jewish Committee (AJC) begrüßt Verabschiedung von EU-Sanktionen

Das AJC begrüßt die neuen EU Sanktionen gegenüber dem Iran, welche aufgrund der ständigen Missachtung der internationalen Forderungen zur Beendigung des iranischen Nuklearwaffenprogramm erforderlich waren.
Die gestrige Ratifizierung der Iran-Sanktionen durch den Europäischen Rat für Auswärtige Angelegenheiten betreffen die Energie- , Transport- und Finanzsektoren. Die EU-Ratifizierung folgt der Verabschiedung schärferer Maßnahmen durch Australien, Kanada, Japan, Südkorea und den Vereinigten Staaten, welche wiederum Konsequenz einer vierten UN-Sicherheitsratresolution bezüglich Wirtschaftssanktionen gegenüber dem Iran war.
„Die Verabschiedung der neuen EU-Sanktionen stellt einen überfälligen Schritt zur Schwächung des iranischen Regimes und seiner nuklearen Ambitionen dar“, so Deidre Berger, Direktorin des AJC in Berlin. Weiter heißt es, "jedoch nur wenn die EU eine strenge Durchsetzung der Maßnahmen zur Einhaltung der Sanktionen unternimmt. Um Eines klarzustellen: Ein nukleares Iran würde eine beispielose  Bedrohung  für den Nahen Osten und die internationale Sicherheit, inklusive der Europas darstellen."

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American Jewish Committee verleiht Ernst-Cramer-Preis an die Konrad-Adenauer-Stiftung

Das American Jewish Committee (AJC) hat die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) mit dem Ernst-Cramer-Preis für besondere Verdienste um die amerikanisch-jüdisch-deutsche Verständigung ausgezeichnet.

 In einem Festakt aus Anlass des 30jährigen Bestehens des Austausches zwischen AJC und KAS nahm der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Hans-Gert Pöttering, den Preis aus den Händen von AJC-Präsident Robert Elman entgegen.

 

Gedenken an die Massengräber des Holocaust - Ein Aufruf zum Handeln

Kommentar von Deidre Berger zum 65. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz.

Auschwitz - Kein anderer Ort symbolisiert so sehr die Entwürdigung des menschlichen Geistes und die Tiefen der Unmenschlichkeit, die in jedem Menschen lauert.

Doch die Ermordung von sechs Millionen Juden, von Sinti und Roma, polnischen und sowjetischen Bürgern und weiterer Opfer des Rassewahns fand nur zum Teil in den Vernichtungslagern statt. 

English Version

 

Rede von Schimon Peres vor dem Deutschen Bundestag ist ein historisches Ereignis

Das American Jewish Committee (AJC) sieht in der Rede des israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres bei der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus ein historisches Ereignis.

Deidre Berger, Direktorin des Berliner AJC-Büros: "Die Rede von Schimon Peres 65 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz unterstreicht die gegenseitige Verbundenheit und Verantwortung, die heute die deutsch-israelischen Beziehungen auszeichnet."

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Vergessene Massengräber des Holocaust in Osteuropa: Würdige Grabstätten sind dringend erforderlich

Berlin - Anlässlich des 65. Jahrestags der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz am 27. Januar 2010 hat das American Jewish Committee zusammen mit anderen Organisationen eine internationale Initiative in Berlin vorgestellt, die sich für den Schutz der vergessenen Massengräber des Holocaust in Osteuropa als würdige Grabstätten einsetzt.

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English Version

 

Über das AJC

Das AJC wurde im Jahr 1906 gegründet, um sich für das Wohl und die Sicherheit des jüdischen Volkes einzusetzen. Seitdem hat sich das AJC kontinuierlich für Menschenrechte, Demokratie, interkulturelle und interreligiöse Verständigung engagiert. Heute verfügt das AJC über ein dichtes Netzwerk von Büros und Partnern weltweit.

Die Eröffnung des Berliner AJC-Büros als Lawrence and Lee Ramer Institute For German-Jewish Relations im Februar 1998 dient der Intensivierung des jüdisch-amerikanisch-deutschen Dialogs. Das Büro engagiert sich in der transatlantischen Zusammenarbeit, in der Außen- und Sicherheitspolitik, im Kampf gegen Antisemitismus sowie bei der Förderung von Demokratie, Bürger- und Menschenrechten.

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