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AJC zum Film „Tal der Wölfe – Palästina“: Aufklärung und Durchsetzung des Jugendschutzes zwingend erforderlich

Berlin – 31. Januar 2011 – Das American Jewish Committee (AJC) begrüßt, dass der in der Türkei produzierte antisemitische Film „Tal der Wölfe – Palästina“ in Deutschland nicht für Jugendliche freigegeben wurde. Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) hat dem Film, der am Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz in die Kinos gekommen ist, keine Jugendfreigabe erteilt.

„Diese Maßnahme ist ein wichtiger Schritt, um die Verbreitung dieses gewaltverherrlichenden Films, der gegen Israel hetzt, zu begrenzen“, so Deidre Berger, Direktorin des Berliner AJC-Büros. Angesichts von Medienberichten über minderjährige Besucher in Vorführungen des Films äußerte Berger jedoch ihre Besorgnis über die Wirksamkeit der Altersbeschränkung. Sie appellierte daher an die Behörden, die konsequente Durchsetzung des Jugendschutzes umfassend zu gewährleisten.

„Es bedarf eines breiten zivilgesellschaftlichen Engagements, damit diese Hasspropaganda keinen Platz in der Mitte unserer Gesellschaft findet. Erforderlich ist insbesondere ein ergänzendes Angebot an Materialien für Lehrer und Eltern, um diesem antisemitischen, antiisraelischen und antiamerikanischen Film angemessen zu begegnen“, so Deidre Berger. Sie fügte hinzu: „Durch Aufklärung können wir dem von diesen Film ausgehenden Hass ein wirksames Mittel entgegensetzen. Junge Menschen brauchen sinnvolle Hilfen, um die brandgefährliche Kombination aus Halbwahrheiten, Stereotypen und Gewaltdarstellung richtig einordnen zu können.“

Berger lobte, dass führende Politiker aller Bundestagsfraktionen, darunter Philip Missfelder (CDU), Jerzy Montag (Bündnis 90/Die Grünen), Serkan Toren (FDP), Kerstin Griese (SPD) und Stefan Liebich (Die Linke), den Film wegen seines antisemitischen Grundtons kritisiert und sich über eine weitere Beschädigung der türkisch-israelischen Beziehungen besorgt gezeigt haben.

Berger fordert zudem von dem deutschen Verleiher, der Kölner Firma Prera, den Film nicht länger mit antiisraelischen Unterstellungen zu bewerben.



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