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American Jewish Committee zeichnet Bundeskanzlerin Merkel mit dem Light Unto the Nations Award aus
 
20. Januar 2011 – Berlin – Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ist heute vom American Jewish Committee (AJC) für ihre Verdienste um die amerikanisch-deutsch-jüdische Verständigung und ihr entschlossenes Eintreten für den Schutz der Freiheit und der Menschenwürde geehrt worden.

Die Bundeskanzlerin erhielt den Preis bei einer Zeremonie im Bundeskanzleramt aus den Händen von AJC-Geschäftsführer David Harris, der sich zusammen mit einer Delegation von AJC-Vorstandsmitgliedern in Berlin aufhält.

„Die Bundeskanzlerin ist ein Licht unter den Völkern“, sagte David Harris anlässlich der Auszeichnung am Donnerstag. „Ihr entschiedener Einsatz für die Freiheit, Menschenwürde und Menschenrechte kennzeichnen ihre visionäre Politik.“

Harris weiter: „Aus Sicht des AJC kann ihr starkes Engagement für die besonderen Beziehungen zu Israel wie auch für eine lebendige Kultur der Erinnerung an den Holocaust nicht genug gewürdigt werden. Dies umfasst insbesondere ihr couragiertes Eintreten gegen Antisemitismus, gegen die Leugnung und Verharmlosung des Holocaust und gegen alle Formen von Rassismus.“

Der „Light Unto the Nations Award" ist die höchste Auszeichnung des American Jewish Committee und wird an Regierungschefs und Staatsoberhäupter verliehen, die sich in besondere Weise für die Belange des jüdischen Volkes und Israels verdient gemacht haben. Bislang wurde der Preis insgesamt viermal verliehen. Träger der Auszeichnung sind u.a. der ehemalige US-Präsident Bill Clinton (2005) und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy (2007). Repräsentiert wird der Preis durch eine Menorah aus Glas mit einem Relief, das künstlerisch das Licht der Sonne zitiert.

Der Preisverleihung vorausgegangen waren Begegnungen der AJC-Delegation mit Bundespräsident Christian Wulff, Verteidigungsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg und Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die transatlantischen Beziehungen, der Konflikt um das iranische Atomprogramm, der Friedensprozess im Nahen Osten, der Kampf gegen den internationalen Terrorismus und Maßnahmen gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus.

Das American Jewish Committee setzt sich seit 1906 für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Pluralismus und die Achtung der Menschenrechte ein. Seit Jahrzehnten pflegt das AJC eine enge Beziehung zu Deutschland. Als erste amerikanisch-jüdische Organisation eröffnete das AJC 1998 ein Büro in Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat 2006 zusammen mit dem ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush und dem damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan Festakt am Festakt zum 100jährigen Bestehen des American Jewish Committee in New York teilgenommen.



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