PRESSEMITTEILUNG
3. Dezember 2009 – Berlin – Das American Jewish Committee (AJC) und das Bundesministerium der Verteidigung begehen am 8. Dezember ihre 15-jährige Partnerschaft mit einem Festakt, bei dem Bundesverteidigungsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg und David Harris, Geschäftsführer des AJC, sprechen werden.
Die Beziehung zwischen AJC und der Bundeswehr ist die außergewöhnliche Geschichte einer globalen jüdischen Organisation und der deutschen Streitkräfte, um sich zusammen für eine bessere Zukunft einzusetzen und die Erinnerung an die tragische Vergangenheit aufrechtzuerhalten.
Das AJC, im Jahr 1906 von deutschstämmigen Juden gegründet, war die erste amerikanisch-jüdische Organisation die nach dem Holocaust Deutschland die Hand reichte. Während die deutsch-israelischen Beziehungen sich schnell entwickelten, zögerten viele jüdische Gruppen in der Diaspora, mit einigen nennenswerten Ausnahmen, mit diesem Schritt.
„Von Anfang an war das American Jewish Committee die Ausnahme“, sagte David Harris, der der Organisation seit 1990 vorsteht, und im Jahr 1998 das AJC Berliner Büro eröffnete. „ Es war nicht nur längst überfällig, sondern ganz im Gegenteil, das AJC übernahm eine Führungsrolle, was das Verständnis für die dynamische deutsche Nachkriegsgeschichte angeht.“
Das AJC hatte erkannt, was für große Schritte Deutschland gemacht hat, mit seiner Vergangenheit umzugehen, eine demokratische und rechtstaatliche Gesellschaft aufzubauen, ein Grundpfeiler der NATO zu sein, eher ein europäisches Deutschland als ein deutsches Europa zu schaffen und der jüdischen Welt und Israel die Hand zu reichen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hielt bei der 100. Jubiläumsfeier des AJC im Jahr 2006 in Washington, D.C. eine Rede, in der sie nochmals die Stärken der Beziehung zwischen Deutschland und dem AJC betonte.
Ein signifikantes Kernelement dieser Beziehung war die gemeinsame Entscheidung im Jahr 1994, gerade mal 5 Jahre nach dem Mauerfall, eine kooperative Partnerschaft zwischen dem AJC und der Bundeswehr einzurichten. Sie hat sich zu einer beispielhaften Beziehung bei Bildung und Dialog und zur Zusammenarbeit in Sachen humanitärer Projekte entwickelt.
Zahlreiche deutsche Bundeswehr-Delegationen besuchen jährlich das AJC Hauptquartier, um über Deutsche und Juden, den Nahen Osten und die Transatlantischen Beziehung zu sprechen.
Im Jahr 1999 hat das AJC zusammen mit der Bundeswehr medizinische Ausrüstung zu muslimischen Flüchtlingen aus dem Kosovo geliefert, die in einem Flüchtlingscamp der Bundeswehr in Mazedonien lebten.
Nach der Zeremonie in Berlin werden das AJC und die Bundeswehr ein Symposium veranstalten unter dem Titel “Transatlantic Partnership and the Mideast – Shaping Future Security Policy in the Region”.
Den Impulsvortrag hält Dr. Christoph Heusgen, außenpolitischer Berater der Bundeskanzlerin, ein Grußwort spricht der US Botschafter in Deutschland, Philipp D. Murphy. Diskussionsteilnehmer am Symposium sind Christian Schmidt, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung; Emmanuel Nahshon, Gesandter der Botschaft des Staates Israel, Berlin; und David Harris, AJC New York, sein. Die Runde wird von Sylke Tempel, Chefredakteurin der Zeitschrift „Internationale Politik“ der DGAP, moderiert werden.
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